Customer Story
Sliced Bread Animation: Mit Sherpa flexibel und sicher in die Cloud
Wie das Londoner Animationsstudio Sliced Bread Animation mithilfe von Escape Technology und dem Cloud-Ressourcenmanagement-Tool Sherpa seine Render-Pipeline revolutionierte und IT-Sorgen hinter sich ließ.
Kurzüberblick
Sliced Bread Animation stand vor der Herausforderung, wachsende Render-Anforderungen ohne teure und wartungsintensive On-Premise-Server zu bewältigen. Die Lösung: Eine nahtlose Migration der Renderfarm in die Cloud mit Sherpa.
- Erfolgreiche Migration der Renderfarm in die Cloud mit Sherpa
- Skalierbare Render-Leistung exakt nach Projektbedarf
- Volle Budgetkontrolle durch automatische Abschaltung und Kostenübersicht
- Standortunabhängiges Arbeiten für ein verteiltes Kreativteam
Die Geschichte von Sliced Bread Animation beginnt vor etwas mehr als 20 Jahren, als die Kosten für den Einstieg in die Welt der digitalen Animation von astronomischen Höhen auf ein weitaus erschwinglicheres Niveau sanken. Jamie Denham, Geschäftsführer von Sliced Bread Animation, spricht mit uns aus dem Studio in Bethnal Green und erzählt, wie entscheidend diese Preisentwicklung für die Gründung des Studios war.
Ich war in den 90er-Jahren Direktor einer Agentur für neue Medien, bevor wir getrennte Wege gingen. Damals besaß ich eine Silicon-Graphics-Maschine. Es war nicht einmal das Spitzenmodell, aber sie war etwa 16.500 Pfund wert. Und ich glaube, Maya kostete über 40.000 Pfund. Das waren Kosten, die die Gründung eines neuen CG-Animationsstudios extrem entmutigend, wenn nicht gar unmöglich machten.
Zum Glück für Jamie und seine Mitgründerin Christina Villics waren diese extrem hohen Hardware- und Softwarepreise auf Dauer nicht tragbar.
„Um 2001, 2002 begannen die Kosten rapide zu sinken“, fährt Jamie fort, „und das machte die Animation von CG-Inhalten plötzlich viel erschwinglicher. Mein Bruder arbeitete in der Tech-Branche und baute mir eine Maschine, die in etwa der Leistung der Silicon-Graphics-Maschine entsprach – allerdings ohne den speziellen Chipsatz – für rund 3.500 Pfund.“ Diese neue Erschwinglichkeit ermöglichte es Jamie und der Aardman-Animatorin Christina, Sliced Bread Animation zu gründen und sich eine eigene Nische in diesem aufstrebenden Sektor zu erschließen.
Der Aufstieg von Sliced Bread Animation
Jamie weist jedoch darauf hin, dass der Anfang keineswegs glamourös war: „Wir bekamen ein Büro im vierten Stock in Covent Garden – eine absolut begehrte Adresse. Und wir bekamen es zu einem unschlagbar günstigen Preis... weil der Aufzug im Gebäude nicht bis in den vierten Stock fuhr.“
Mit einem Büro, den passenden Maschinen und großen Ambitionen fehlte Sliced Bread nur noch eines: Aufträge. „Damals wussten die Leute noch nicht wirklich, woher sie Animationen für ihre Websites bekommen sollten. Also produzierten wir viele digitale Inhalte für Webauftritte und YouTube-Werbung, bis wir 2005 eine Online-Animationsserie für Sony namens Trona realisieren durften.“
Diese Serie wurde von Sliced Bread Animation konzipiert, geschrieben und produziert. Sie forderte vom Team eine hocheffiziente Pipeline, die eine qualitativ hochwertige Produktion ermöglichte und gleichzeitig mit dem straffen Zeitplan Schritt halten konnte: Sechs Monate lang musste jede Woche eine neue Episode veröffentlicht werden.
„Wir haben das gesamte Rendering intern auf unseren Workstations durchgeführt. Wir hielten die Auflösung mit 640x540 Pixeln bewusst niedrig und die Szenen relativ einfach. Am Ende des Arbeitstages bin ich durch den Raum gegangen und habe auf jeder einzelnen Workstation manuell auf 'Rendern' geklickt!“
Wachstumsschmerzen und technische Hürden
Mit den Erfahrungen aus diesem Projekt im Rücken begann Jamie, nach einer leistungsstärkeren und robusteren Lösung für Animationen und Rendering zu suchen. Das Studio kaufte einige günstige Server und setzte RenderPal ein. Doch der Weg war steinig. Jamie berichtet, dass die eigene Infrastruktur anfällig für Ausfälle war und Probleme oft nicht schnell genug gelöst werden konnten.
Auch die neuen Server brachten zusätzliche Herausforderungen mit sich: „Sie kühl zu halten, sie zu warten, die richtigen Lizenzen zu verwalten und alles auf dem neuesten Stand zu halten, bedeutete einen enormen zusätzlichen Arbeitsaufwand“, so Jamie.
Vor etwa sechs Jahren zog Sliced Bread Animation in die heutigen Studioräume um und startete die Zusammenarbeit mit Escape Technology für den technischen Support. Zu Beginn ging es vor allem darum, Lösungen zu finden, um die physische Renderfarm des Studios kühl zu halten. „Ich glaube, wir haben jede erdenkliche Option geprüft – bis hin zur Unterbringung der Server in Schränken mit speziellen Lüftungsöffnungen an den Fenstern“, lacht Jamie.
Der Übergang in die Cloud
Wie die meisten Studios war auch Sliced Bread Animation durch die Pandemie gezwungen, den Übergang zu virtuellen Arbeitsplätzen drastisch zu beschleunigen. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, musste das Team physische Workstations zu den Animateuren nach Hause transportieren – eine Aufgabe, die noch dadurch erschwert wurde, dass das Team während des Lockdowns zeitweise aus dem eigenen Studio ausgesperrt war.
Jamie wurde von verschiedenen Anbietern für Cloud-basierte Remote-Work-Lösungen kontaktiert. Doch die Kombination aus der bewährten Partnerschaft mit den Experten von Escape Technology und der Leistungsfähigkeit von Sherpa – dem von Escape entwickelten Cloud-Ressourcenmanagement-Tool – machte die Entscheidung leicht.
„Die tiefe Erfahrung von Escape mit VFX-Pipelines, Animation, Software wie Deadline und Arnold sowie dem Lizenzmanagement war ein unschlagbarer Vorteil. Da Escape so eng mit den Branchengrößen zusammenarbeitet, wussten wir, dass dieses Know-how auch unserem Studio direkt zugutekommen würde.“
Die Sherpa-Lösung für Sliced Bread
Sherpa verlagert die Renderfarm von Sliced Bread vollständig in die Cloud. Das bedeutet, dass das Kreativteam die Arbeit an den Animationen nicht mehr unterbrechen oder bis zum Feierabend warten muss, um Renderjobs zu starten. Gerendert wird genau dann, wenn es nötig ist – ohne die lokalen Workstations im Studio zu belasten.
Dabei fügt sich Sherpa nahtlos als Erweiterung in die bestehende Infrastruktur des Studios ein. Es erzwingt keine starren Workflows, sondern passt sich flexibel an die Arbeitsweise von Sliced Bread Animation an. Dank der intuitiven Benutzeroberfläche behalten Jamie und sein Team jederzeit die volle Kontrolle.
Diese Flexibilität bringt handfeste Vorteile: „Wir haben fünf Renderknoten auf Sherpa eingerichtet, zusammen mit Nuke und Deadline. Praktisch alles, was mit Rendering und Produktion zu tun hat, läuft dort, während wir die Animationen im Studio erstellen. Wir müssen uns keine Gedanken mehr über klimatisierte Serverräume machen. Wenn wir mehr Speicherplatz benötigen, fügen wir ihn einfach hinzu, und Escape kümmert sich um das gesamte Lizenzmanagement. Da wir nicht ununterbrochen rendern, können wir die Ressourcen mit Sherpa je nach Bedarf flexibel hoch- und herunterskalieren.“
„Wir können unser Setup auf Sherpa extrem schnell aktivieren und deaktivieren. Wenn ein neues Projekt startet, prüfen wir die Konfiguration und können die Leistung exakt auf die Anforderungen dieses Projekts anpassen. Das beschleunigt unsere Produktion enorm. In diesem Jahr hatten wir beispielsweise zwei Projekte mit aufwendigen VR-Animationen in 4K und 360 Grad. Das sind riesige Datenmengen. Aktuell haben wir kein solches Projekt, also haben wir die Renderleistung einfach wieder heruntergefahren und sparen Kosten.“
Zum sechsköpfigen Kernteam von Sliced Bread gehört auch ein Animator in Italien. Dank Sherpa ist er so nahtlos angebunden, als würde er direkt im Studio in Bethnal Green sitzen. Diese Skalierbarkeit ermöglicht es Sliced Bread, sich für größere Projekte zu bewerben und flexibel Talente weltweit einzubinden.
Sicherheitsnetze und präzise Budgetkontrolle
Jamie gibt offen zu, dass eine seiner größten Sorgen vor dem Wechsel zu Sherpa die Angst vor unkontrollierten Cloud-Kosten war – etwa, wenn vergessen wird, virtuelle Maschinen nach der Arbeit abzuschalten. Jeder in der Branche kennt die Horrorgeschichten von VFX-Künstlern, die nach dem Urlaub von einer astronomischen Render-Rechnung überrascht werden. Mit Sherpa gehört diese Sorge der Vergangenheit an. Der integrierte automatische Planer stellt sicher, dass das System nur dann läuft, wenn es aktiv benötigt wird.
Zusätzlich sorgt ein Sicherheitsnetz dafür, dass alle Instanzen automatisch heruntergefahren werden, sobald die Auslastung unter 7 % fällt. Da Studios die benötigten Ressourcen im Vorfeld konfigurieren und ein detailliertes Budget einsehen können, bietet Sherpa kleineren Studios maximale Planungssicherheit und präzise Kostenkontrolle für jedes Projekt.
Darüber hinaus hilft Sherpa Sliced Bread dabei, den Rendering-Prozess genau zu überwachen. Bei einem aktuellen Projekt fiel bei einer Qualitätskontrolle ein Beleuchtungsfehler auf, der in jedem vierten oder fünften Frame auftrat. Das Support-Team von Escape analysierte das Problem schnell, identifizierte einen fehlerhaften Renderknoten und behob den Fehler umgehend. Da Sherpa direkt in die Studioumgebung integriert ist, konnte das Problem im laufenden Betrieb gelöst werden – was Zeit, Geld und die Deadline rettete.
Die Möglichkeit, den Fortschritt jederzeit im Blick zu behalten, schätzt Jamie besonders: „Ich kann den Status der Renderings von überall aus überprüfen – von zu Hause oder sogar aus dem Urlaub, wenn ich möchte.“ Er hält kurz inne und fügt schmunzelnd hinzu: „Ich muss gestehen, das habe ich tatsächlich schon getan.“
Fokus auf das Wesentliche
Ein aktuelles Projekt, bei dem die Leistung von Sherpa für beeindruckende Ergebnisse sorgte, wurde für Cooke Optics realisiert. Der renommierte britische Hersteller von Kameraobjektiven prägte Kinoklassiker wie Der Zauberer von Oz, Der Pate Teil II und Star Wars: Eine neue Hoffnung. Um die Marke Cooke Optics im modernen digitalen Zeitalter zu präsentieren, erstellte Sliced Bread Animation eine Reihe fotorealistischer CGI-Videos und -Bilder, die die technische Präzision und Eleganz dieser High-End-Objektive perfekt in Szene setzen.
Durch den Einsatz von CGI anstelle realer Aufnahmen konnte Sliced Bread jedes noch so kleine Detail exakt kontrollieren. Die fotorealistischen Ergebnisse demonstrieren eindrucksvoll die kreative Vision der Animatoren und die Leistungsfähigkeit von Sherpa, diese Visionen zum Leben zu erwecken.
Am Ende unseres Gesprächs blickt Jamie stolz auf den Weg zurück, den Sliced Bread zurückgelegt hat. Jetzt, da er sich nicht mehr um Stromversorgung, Kühlung, Lizenzen und Hardware-Investitionen kümmern muss, kann er sich wieder voll auf seine Kernaufgaben als Geschäftsführer konzentrieren: „Ich wollte mich nie mit IT-Problemen herumschlagen. Wenn ich an all die Nächte und Wochenenden denke, die ich im Büro verbracht habe, nur um abgebrochene Renderjobs zu retten – diese Stunden möchte ich gar nicht zählen! Jetzt kann ich mich endlich wieder ganz auf unser kreatives Geschäft konzentrieren.“
Erfahren Sie mehr über Sherpa, unsere flexible Cloud-Lösung.
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